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In Erinnerung an die Opfer der Reichspogromnacht 1938

Konfirmandenaktion am 9. November 2019

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In der Nacht von dem 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland und Österreich organisierte Überfälle auf jüdische Geschäfte sowie Synagogen verübt. Im Rahmen der Überfälle wurden über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört.

Auch in Siegen wurden solche Verbrechen verübt, allerdings wurde die Siegener Synagoge erst einen Tag später (am 10. November zur Mittagszeit) durch Brandstiftung zerstört.

Um unseren Respekt gegenüber den Opfern des Holocaust zu zeigen, besuchten wir, die Konfirmanden 2020 gemeinsam mit unserer Pfarrerin Antensteiner, am 9. November das Aktive Museum Südwestfalen. Dieses befindet sich in der Siegener Oberstadt auf den Grundmauern des alten Luftschutzbunkers welcher sich wiederum auf dem Platz der 1938 zerstörten Synagoge befindet.

 

Dort wurden wir kurz in das Thema eingeführt, um dann unsere Reise durch die Siegener Innenstadt auf der Suche nach Stolpersteinen zu beginnen. Jede Gruppe, die aus 4-5 Konfirmanden bestand, bekam Putzmaterialien um die Stolpersteine wieder zum Glänzen zu bringen und die Erinnerung nicht verblassen zu lassen.

Die Idee der Stolpersteine hatte Gunter Demnig, sie sind kleine in den Boden verlegte Gedenktafeln und sollen an das Schicksal derer erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Jeder Stolperstein ist einer Person gewidmet.

Demnig startete sein Projekt 1992 und jetzt sind sie in fast ganz Deutschland zu finden.

In Siegen gibt es insgesamt 99 Stolpersteine. (Stand 30.7.19)

Es ist wichtig die Stolpersteine und ihre Geschichte kennenzulernen, um zu verhindern, dass so etwas Schlimmes wieder passiert. Vielleicht richten Sie bald ihre Blicke nach unten und halten Ausschau nach den Stolpersteinen.

„Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“  (Bertolt Brecht)

 

17.11.2019, C. Fischer