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Gedanken, Bilder, Töne in der Zeit der Corona-Epidemie

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Zum Bild: "Komm, Herr, segne uns ..." von Julia Kunze

Bobachtungen und Gedanken von Pfr. Martin Eerenstein

24.09.20

Ich beobachte, dass die Menschen mit Corona sehr konstruktiv umgehen. Sie orientieren sich neu und nehmen das wahr, was gut für sie ist.

In den kirchlichen Äußerungen wird oft der Eindruck erweckt, dass die Menschen unter Corona leiden. Das trifft aus meiner Sicht nur zu, wenn die Corona-Krise ihnen die wirtschaftliche Grundlage entzieht. Ansonsten tun die Menschen, was sie immer schon getan haben: Sie wählen das aus, was ihnen für ihre Situation am besten erscheint. Sie halten zu ihren Lieben und übernehmen Verantwortung in dem Maße, wie sie es immer schon taten.

Bisher ist Corona mehr eine Umstellungskrise. Die Kirche ist gut beraten, diese Umstellung aktiv mit zu gestalten und Angebote zu machen, die den Menschen bei dieser Umstellung nutzen. Sonst kann es dazu kommen, dass auch die Kirchentreuen sich dahin orientieren, wo sie das Nötige für ihr Leben finden. Und das kann an allen möglichen Stellen und bei allen möglichen Institutionen sein.

Ich mache hier auf einen Aufsatz des Zukunftsforschers Matthias Horx aufmerksam. Er hat beschrieben, wie Corona unser Leben auf Dauer verändern kann. Wichtig finde ich, dass er diesen Entwicklungen positive Seiten abgewinnt. Deshalb empfehle ich: "Die Welt nach Corona" von Matthias Horx

Martin Eerenstein

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Bild zum Lied "Komm, Herr, segne uns ..." von Julia Kunze gemalt und übermittelt.

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Corona ist eine Zeit für Einzelgänger. Sie halten schon immer lieber Abstand zu ihren Mitmenschen. Die Regeln zum Infektionsschutz, die auf eine Vereinzelung der Menschen hinauslaufen, können die Individualisten mit Erleichterung erfüllen. Man muss keinem mehr um den Hals fallen und sogar der möglichst verbindliche Händedruck entfällt.

Allerdings braucht auch der hartgesottenste Eigenbrötler ab und zu menschliche Nähe. Wenigstens ein geselliges Beisammensein ist schon mal nötig, um den inneren Sozialakku wieder aufzuladen.

Wie viel mehr trifft es da diejenigen, die Kontakte, Berührung und Begegnungen wie die Luft zum Atmen brauchen.

Aus Berührung wird Rührung

Vom Gemeinschaftsbett zur sozialen Distanz unserer Gegenwart: Die Corona-Krise beschleunigt einen Wandel unser Alltagskultur, der Parallelen zum 18. Jahrhundert aufweist.

Von

DIE ZEIT Nr. 22/2020, 20. Mai 2020

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übermittelt von Martin Eerenstein