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Tanzania: Lärmend, freundlich, gegensätzlich - So habe ich es erlebt!

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Im September 2012 hat es begonnen, nachdem ich "Ja" zur Reise gesagt habe. 16 Personen haben sich fast ein Jahr lang auf diese Reise vorbereitet. Es ging u.a. um Visa, Ziele und Inhalte (Lifestyle - wie verändert die moderne Welt das Leben in der Kirche), touristische Attraktionen, Gesundheit, Gastgeschenke, Kiswahili Sprachkurse, Vorstellungstexte, Koffer packen …

Am 08. August ging es los. Nach einem kurzen Verabschiedungsgottesdienst und etwa 16 Stunden Reisezeit wurden wir auf dem Flughafen in Dar-Es-Salaam begeistert und sehr herzlich begrüßt. Viele Leute - viele Namen, aufregend und fremd. Gemeinsamer Gottesdienst in Mbezi Louis.

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Mein erste Gastgeberin, Mrs. Ndossi, eine Witwe mit 4 fast erwachsenen Kindern, war sehr angenehm. Auch beim zweiten Gastgeber, Familie Towo, wurde ich gut aufgenommen. Das Essen war „fast“ immer lecker (z.B.: Wasabi, Kartoffeln, Krapfen, Hähnchen, Wassermelone), das Bett bequem und mit neuem Moskitonetz ausgestattet. Nette freundliche Familien.

Unser Programm für die drei Wochen war - im Nachhinein - Wahnsinn.

Samstag waren wir den ganzen Tag mit den Leuten der Partnerschaftsgruppen zusammen (Vorstellungsrunden, gemeinsames Essen, erstes Kennenlernen). Sonntag dann zwei Gottesdienstbesuche mit u.a. meiner Begrüßung, den Grüßen von Freunden aus Weidenau und den Gastgeschenken. Die Kinder und Betreuer der Sonntagsschule haben sich sehr über das Kamshibai und die Geschichten gefreut, die Gemeinde über die Kerzen.

Montag waren wir in Dar-Es-Salaam. Eine riesige Stadt, die nie schläft. 4 Stunden Busfahrt hin und auch wieder zurück. Begrüßung im Kirchenkreis, Erklärungen zu Strukturen und zugehörigen Gemeinden, Partnerschaften, Vorstellung von Projekten …

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Dann machten wir uns auf, das ursprüngliche Afrika kennenzulernen: 4 Tage in den Norden des Landes (Safari im Ngoro Ngoro Krater und Besuch des Kilaya Wasserfalls). 14 Stunden Busfahrt hin, dann nur noch Abendessen und Schlafen. Am nächsten Tag der Nationalpark. Super toll - viele Tiere, u.a. Zebras, Wasserbüffel, Gnus, Impalas, Löwen, Elefanten, Nashörner. Eine faszinierende Landschaft. Am nächsten Tag ein Ausflug zu einem Wasserfall im Regenwaldgebiet in der Nähe des Kilimanjaro. Afrika wie im Bilderbuch, schön. Am Freitag wieder eine lange Rückfahrt.

Samstag waren wir in der Mbwawa Secondary School. Diese Schule wird vom Kirchenkreis Siegen und auch vom Evangelischen Gymnasium unterstützt. Tolle Vorstellungen der Schüler, sehr engagierte Lehrer. Der neue Brunnen wurde von unserem Superintendenten Pfarrer Peter Thomas Stuberg eingeweiht.

Am Sonntag dann einer der Höhepunkte unseres Besuches. Die Gründungsfeierlichkeiten der neuen Partnerschaft zwischen Kiluvya und Burbach. Bewegend.

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Montag und Dienstag waren wir auf Sansibar. Besichtigung von Old Town, Schwimmen im Indischen Ozean, Besuch einer Gewürzfarm, das volle Touri-Programm.

Dann kamen noch viele Tage mit Besprechungen, Austausch, Projektideen, gemeinsamen Mittagessen u.s.w. und auch mit etwas Zeit für die Gemeinde in Tumbi. Ich habe einen tollen Jugendchor kennengelernt mit einer super Performance, eine engagierte Frauengruppe, die sich sehr um die Belange ihrer Mitglieder kümmert, und mehrere Chöre. Außerdem haben wir an einer Dienstbesprechung der hauptamtlichen Kirchenmitglieder teilgenommen. Diese leider fast ausschließlich auf Kiswahili. Die tiefe Verbundenheit zu Gott war spürbar. Das gemeinsame Fürbittengebet über acht verschiedene Themen, war für meine Ohren sehr gewöhnungsbedürftig. Jeweils eine Gruppe hat für ein Anliegen gebetet, sehr laut und sehr inbrünstig.

Der letzte Sonntag wieder zwei Gottesdienste in Tumbi und Boko. Sehr berührend. Ich habe Geschenke für unsere Gemeinde mitbekommen.

Es war eine interessante, aufregende, aber auch total anstrengende Zeit. Ich habe viele nette, freundliche Menschen kennengelernt, mit einer tiefen Religiosität. Aber es gab auch viele Gegensätze. Schöne Häuser, die nicht fertig waren, neben Lehmhütten und Baracken, viel Müll überall. Nette Menschen, die aber keine Zeit haben, weil sie immer beschäftigt sind (busy), mit Geldverdienen, Haushalt, Kleinbauernhof, Familie, Kirche. Kein Wasser – oder unbedachter Umgang mit Wasser, wenn welches da war.

In den drei Wochen haben wir viel erlebt. Wenn Sie mehr wissen wollen sprechen Sie mich an. Ich habe viele Fotos und Geschichten auf „Lager“.

Ruth Demandewicz

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